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November 09, 2004
ROBÖXOTICA 2004: coctailrobotik und metrosau.com live!
Die Roböxotica, das weltweit erste und zwangsläufig führende Festival für Cocktail-Robotik, wird von 19. bis 27. November 2004 veranstaltet. Alle sind geladen vorbeizuschauen und eine siliziumschwangere Barkonversation zu betreiben. (roboexotica.org)
Dazu gibt es in diesem Rahmen ein live-Konzert von metrosau.com (digital gadgets, live vocals and sax): am 20.november.2004 im VEKKS, Zentagasse 26, 1050 Wien, start: 10pm. (free entry!)
Im 5uper.net raum/Electronic Avenue/ MQ Wien findet sich passend zur ROBÖXOTICA der "talking chair" von Martin Zeplichal und Tom Peak. Weiters werden diverse andere Roboter im 5uper.net Glasraum ausgestellt.
KünstlerInnen, TechnikerInnen und WissenschaftlerInnen aus der ganzen Welt präsentieren Cocktail-Robots und andere hedonistische Robotkonzepte. Sie wagen einen kleiner Blick in die Zukunft technologischer Entwicklung. Was können wir uns erwarten?

Was wir uns definitiv von der Zukunft erwarten könnern ist das Scheitern. Jemals versucht einen Cocktail-Roboter zu bauen? Hat es geklappt? Nicht so ganz? Wunderbar!
Der Titel des diesjährigen Roböxotica-Symposiums ist „Das schöne Scheitern“. Das Scheitern, den Fehler, das Versagen, das Nicht-Funktionierende in der Technikentwicklung zum Thema zu machen, heißt: Die Black Box Technik öffnen. Die Science and Technology Studies (insbesondere Langdon Winner und Bruno Latour) haben überzeugend dargelegt, dass die weit verbreitete Unfähigkeit, technische Artefakte als gemachte, als soziale und kulturelle Entitäten zu begreifen darauf zurück zu führen ist, dass retrospektiv immer nur jene Technologien "übrig bleiben" die sich für eine Kultur als funktional herausstellen und in den Alltag integriert werden können. Was jedoch als funktional, gelungen und nutzbringend angesehen wird, ist selbst das Produkt sozialer und kultureller, nicht zuletzt politischer und ökonomischer Prozesse. Auswahlverfahren und ausgeschiedene Produkte (fehlgeleitete Prozesse, ernüchternde Zwischenergebnisse, unnütze Prototypen) kommen nicht zur Sprache. Ziel des Symposiums ist es, die Reichhaltigkeit von Technikentwicklungs- prozessen ohne denunziatorische Absicht sichtbar machen, zu zeigen, welche kulturellen Muster diesen zu Grunde liegen. Deshalb wird nicht nur Technikentwicklung thematisiert, das Motiv des "Scheiterns als Chance" wird darüber hinaus kulturwissenschaftlich untersucht.
Das kuratorische Team:
Johannes Grenzfurthner (monochrom)
Magnus Wurzer (SHIFZ)
Karin Harrasser (Science Communications)
Günther Friesinger (monochrom/Büro für Philosophie),
Thomas Ballhausen (Filmarchiv Austria)
Chris Veigl (SHIFZ)
Franky Ablinger (monochrom)
