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January 23, 2005
OSX auf Windows und Linux: Run Mac OS X on a PC
Eine native Variante wird es wohl nie geben, OSX auf einer Intel oder AMD CPU laufen zu lassen, aber immerhin die Möglichkeit für Windows- User mittels PearPC und einem Mac-Emulator in den Genuss von Aqua zu gelangen. Oreilly's Windows Dev Center hat einen Artikel wie's funktioniert. Für Unix/ Linux gibt es mit SoftPear einen User Mode Mac OS Emulator.
In der langen Geschichte der Mac OSX Fakes und Look-A-Likes auf der Windows Plattform finden sich aber auch einige Schätze und wirklich gute Software, die Apple's Tools und Interfaces "zitieren". Bester Beweis ist das Tool "Calendar", ein iCal-Clone für Windows. Über Sinn und Unsinn der Aqua-Copy-Mania und einige nette Netz-Ressourcen zu dem Thema.
PearPC hört sich sehr vielversprechend an, scheint nur in der aktuellen Version nicht gerade Schnell zu sein, was aber Emulatoren generell so an sich haben.

PearPC
* License: GPL
* Supported host platforms: POSIX-X11 (Linux, ...), Win32
The following operating systems were tested and run (to some extent) in PearPC (ie. as clients):
* Mandrake Linux 9.1 for PPC installer: Runs well
* Mandrake Linux 9.1 for PPC after installation: Hard to boot. Runs very well afterwards.
* Darwin for PPC: Runs well
* Mac OS X 10.3: Runs well with some caveats
* OpenBSD for PPC: Crashes while booting (accesses PCI in an unsupported way)
* NetBSD for PPC: Crashes while booting
* AIX for PPC: Some people ask about that. See FAQ.
Windows in OSX Look-And-Feel umzugestalten scheint sich mittlerweile schon zu einem Sport entwickelt zu haben. Irgendwie suckt das ganze, Kopien sind und bleiben eben immer nur Kopien. Trotzalledem hier einige mehr oder weniger interessante Mods, Styles und Möglichkeiten etwas Mac-Flava auch in der Windows-Welt zu schnüffeln:
(1) Engadget
hat einen Haufen an Möglichkeiten aufgelistet, unter anderem StyleXP, WindowBlinds und vieles mehr.
(2) AquaXP
Die definitiv beste Seite für OSX-Aqua Weirdos ist AquaXP, wo sich neben Multi-Plattform-Lösungen und Ansätzen zum Windows Modding auch einige nützliche Desktop-Erweiterungen für OSX finden: AveDesk zB. ist ein netter Aqua GUI mod, der neben tonnenweise Spielereien (die sicherlich die Gesamtperformance des Rechners beeinflussen) OSX um einige wirklich neue und brauchbare Features erweitert.
Apple findet übrigens die OSX-Mania gar nicht so lustig, wie man glauben möchte:
The Mac maker has asked Web site ThemeXP to stop offering for download two "desktop themes" that let computer owners customize the look of Windows XP so that it resembles the Mac OS X. Desktop themes are small programs that allow people to personalize their wallpaper, icons, windows and so on to reflect their particular passion--be it a certain pop star, the entire Milky Way or an operating system. (news.com.com)
Einige Leute können nicht genug von ihrem Aqua bekommen und gehen soweit, ihre PDAs zu Modden, wie zB. den Sony Ericsson P800. Jeder wie er will. Ich persönlich finde GNOME teilweise sogar besser als das OSX-Aqua, obwohl das Apple-OS zum besten Unix-Desktop gewählt wurde...
Posted by parasew at 04:52 PM | Comments (0)
January 11, 2005
Mac OSX Backup und Re-Install Tricks
Manchmal nutzt alles nichts mehr und der Mac muss neu installiert werden. Eigentlich gar nicht so eine grosse Sache, wenn da nicht das Problem mit den ganzen Einstellungen und versteckten Daten wäre. Und die Sticky Notes einzeln exportieren ist stressig wie nur was. Lassen sie mich durch, ich bin Doktor: eine Auflistung aller notwendigen Dinge die es wert sind gesichert zu werden, einige Tricks wie es schneller geht und ein Apple Backup Hack.[UPDATE] seit MacOSX 10.4 (Tiger) gibt es ein Tool, was die meisten untengenannten Tasks übernimmt: OSX Migration Assistant. Zwar kann damit kein Backup gemacht, sondern nur die Einstellungen und Daten von einer älteren Version übernommen werden, in den meisten Fällen ist das aber genau das erw%uuml;nschte Ergebnis. Für alle anderen: welcome to the OSX Backup Checklist!
Die angeführte Liste ist für Benutzer, die gerne wissen was mit ihrem System passiert. Für alle anderen: drijf.net hat es geschafft, Apple Backup (welches ursprünglich nur für .mac Benutzer funktioniert) zu knacken, sodass es auch Backups auf CD/DVD zulässt. Damit kann man sich schon viel Zeit ersparen, muss sich allerdings ein bischen mit BSD bzw. Linux und dem Apache Webserver auskennen. Selbst wenn das nicht der Fall ist, hier die Liste der Standard-Files, die jeder OSX Benutzer sichern will:
Stickies
Die schnellse Variante ist im Menü
"File/Print all Notes"
. Einfach die Notes als PDF Drucken. Weil erfahrungsgemäss braucht
man nur den Textinhalt, allerdings nicht die Notes selber (zumindest
ich). Falls man doch die einzelnen virtuellen Sticker braucht, sollte
man das Stickies-Datenbankfile sichern: diese Datei ist in "/Users/<Username>/Library/StickiesDatabase".
In älteren OSX-Versionen kann diese Datei versteckt sein, in
diesem Fall heisst sie "/Users/<Username>/Library/.StickiesDatabase"
(mit einem Punkt am Anfang des Dateinamens). Mit der Shell (dem
Terminal) kann man allerdings mit cp diese Datei kopieren, alles andere
ist viel aufwendiger (siehe einige Tricks auf PeachPit).iCal
Kalender Backups sind nicht sehr schwierig. Unter
"/Users/<Username>/Library/Calendar/"
finden sich die .ics Files mit allen TODO Listen und
Informationen. Diese werden dann einfach in der neuen Installation
wieder auf diese Stelle kopiert. Im iCal findet sich auch eine
Exportfunktion, die muss man aber für jeden Kalender einzeln
aufrufen, was bei vielen Einträgen etwas länger dauert.Safari Bookmarks, Mozilla Bookmarks
Die Bookmarks von Safari zu sichern ist nicht so einfach wie unter Mozilla Firefox oder der Mozilla Suite, wo mit
"Bookmarks/Manage Bookmarks" einfach
mit "Tools/Export..." alle Lesezeichen als ein einziges
HTML Dokument exportiert, und zu einem späteren Zeitpunkt wieder
in dem gleichen Menü unter "Tools/Import..."
importiert werden können. Safari speichert seine Bookmarks im XML Format. Wenn diese wieder in den Safari importiert werden sollen, ist es am einfachsten. Die Bookmarks können einfach per Drag-and-Drop auf den Schreibtisch oder in ein Backup-Verzeichnis gezogen, und später wieder einfach "zurückgeworfen" werden (Achtung: funktioniert unter Umständen erst ab Version 1.2 des Browsers!). Alternativ kann man das File
"Bookmarks.plist" in dem Verzeichnis "/Users/<Username>/Library/Safari/"
sichern, oder am besten gleich den ganzen Ordner, wenn man die kleinen
Icons, die History und auch die Downloads mitsichern will.Die Tools bmx, Safari Bookmarks Extractor und Safari Bookmarks Exporter machen es möglich, die Lesezeichen auch in anderen Browsern zu lesen oder zB. in den Mozilla Firefox zu importieren (der Teil über "Polymorphic Denomination" gefällt mir bei bmx besonders ;).
Internet Explorer wird hier konsequenterweise ausgelassen, da sogar unter Windows kein Grund besteht, veraltete und fehleranfällige Software einzusetzen. Die IE Bookmarks/Favoriten können in Mozilla/Firefox importiert, und auch wieder in ein HTML File exportiert werden.
Adress Book (Apple oder Mozilla)
Apple Adress Book: Die Daten vom Adressbuch sind in
"/Users/<Username>/Library/Application
Support/Addressbook/". Die Dateien können einfach
gesichert und später wieder an diesen Platz kopiert werden. Mozilla Mail/ Thunderbird: die Daten befinden sich im
"Profiles" Verzeichnis in "/Users/<Username>/Library/Thunderbird/"
- allerdings sollte man die Adressbücher als LDIF File
exportieren, da es sonst sehr schwierig ist, diese wieder in
Thunderbird zu integrieren. MozillaZine hat einen Artikel
und ein Howto. Das Profiles-Verzeichnis kann man zur Sicherheit
aber auch gleich mitsichern.Mail, Thunderbird
Apple Mail und Thunderbird Backups kann man auch aus
"/Users/<Username>/Library/"
kopieren (Unterverzeichnus Mail bzw. Thunderbird),
oder von vornherein IMAP Accounts verwenden und sich einen Haufen an
Arbeit ersparen (freie
IMAP accounts lassen sich nach ein bischen Suche schon finden). Der
Vorteil bei IMAP ist, dass die eigentlichen Daten am Server bleiben und
sich nur mit der lokalen Mailbox abgleichen.Skype
Skype speichert leider noch immer keine Daten der Benutzer am Server, was es notwendig macht, das gesamte Verzeichnis
"/Users/<Username>/Library/Skype/<Skype
Username>" zu sichern und wieder in das neue System
einzuspielen.Weitere Software, die hier nicht gelistet ist findet sich in den meisten Fällen in
"/Users/<Username>/Library/"
oder in "/Users/<Username>/Library/Application Support".
Wenn man zur Sicherheit lieber zu viel als zu wenig kopiert ist das
auch nicht schlimm, vor allem bei den aktuellen Preisen von CD- und DVD-Rohlingen.weitere Ressourcen:
* Backing up your OSX
* A Comparison of Backup Tools for OSX
* Oreilly OSX Hacks
* sezuan.com mac software list
Posted by parasew at 11:09 AM | Comments (0)
January 08, 2005
Finden, was nicht gefunden werden will: mp3 und cracks für alle!
Google's Spinnenarme greifen weit, manchmal etwas zu weit. Teilweise ist es gar nicht notwendig verschiedenste p2p Suchmaschinen oder Filesharing Programme anzuwerfen, wenn das gute manchmal doch so nahe ist. mp3- Files, Cracks oder auch Telefonnummern können mit ihr gefunden werden, mit der Suchmaschine, die mittlerweile ein Monopol auf dem Searchengine- Sektor besitzt, wenn es um den Bekanntheitsgrad geht. Richtig Suchen muss man können. Dann finden sich auch Inhalte, die gar nicht gefunden werden wollen.Oft wundert man sich über die Suchergebnisse, vor allem von images.google.com, die logischerweise nur sehr vage sein können: Bilder können auch nur sehr schwer automatisch indiziert werden. Die Zuordnung passiert mittels des Textes, der das Bild umgibt, oder auch dem Dateinamen. Daneben kann es auch lustig sein, keine Resultate zu erhalten (wie das relativ bekannte Suchergebnis der französischen Militärerfolge) oder auch unerwartete Antworten zu bekommen. Suchanfragen wie "miserable failure", die auf die Website von G.W. Bush zeigt oder auch diverser anderer Scherze zeigen den Entertainmentfaktor der Suchmaschine.
Neben der bekannten Syntax von Google (ein Überblick findet sich etwas weiter unten) gibt es auch einige undokumentierte Features und Tricks, um bestimmte Inhalte zu finden:
- mp3 Suche - mit der Suche
nach
"Index of /" +mp3finden sich viele Webserver-File-Listings, wo mp3 Dateien gebunkert wurden. Eine weitere Möglichkeit istintitle:"index of /" "parent directory" intitle:"mp3" -filetype:htm -filetype:html- happy leeching!
- Telefonnummern - mit der
Angabe der internationalen Vorwahl des gesuchten Landes und dem Namen
der Person kann oft eine Telefonnummer schnell in Google gefunden
werden: zB.
Vorname Nachname "+43". Meistens zwar nicht der erste Hit, oft aber schneller als das Telefonbuch zu Rate zu ziehen. (Alternativ kann man auch "0043" und "tel" als zusätzliche Suchbegriffe verwenden)
- Sabotage - mit den
Standardtexten verschiedenster (Web-)Services kann man viele offene
Systeme finden, und so auf fremder leute Drucker ausdrucken
intitle:"Home" "Xerox Corporation" "Refresh Status"oder auch private Webcams ansehen:intitle:"my webcamXP server!"inurl:":8080"
Viele Suchmaschinen bedienen sich offener Systeme und frei zugänglicher FTP-Server. filesearching.com und auch andere gelistete Seiten auf ftpsearchengines.com sind FTP-Suchmaschinen. Google indiziert frei zugängliche FTPs noch nicht, was aber sicher nur eine Frage der Zeit sein dürfte. Oft finden sich auch so schon gesuchte Dateien/ Dokumente, ohne Filesharingprogramme verwendet zu haben.
"Seit einigen Jahren ist Google die bekannteste und am häufigsten genutzte Suchmaschine. Google ist auch für die Suche nach PDF-, Postscript-, Word- und PowerPoint-Dateien geeignet." (de.wikipedia.org)
Das bedeutet aber nicht automatisch, dass man genau das findet, was man auch gesucht hat. Die wenigsten Leute kennen die boolschen Operatoren der GoogleSyntax, wie etwa "AND", "OR", "NOT" und Anführungszeichen:
Hier die GoogleSyntax im Überblick (von der Wikipedia-Seite zu google)
- filetype: – Sucht nach Dokumenten, mit bestimmten Dateiendungen. Beispiel: geschäftsbericht filetype:xls . Möglich sind grundsäzlich alle Dateiendungen. Google kann derzeit aber nur in folgende Formate „reinschauen“: PS, PDF, AI, DOC, PPT, XLS, sowie alle textbasierten Dateien wie RTF, TXT, ASP, PHP, CGI, HTM, LOG, INI, JS usw
- site: – mit diesem Schüsselbegriff lässt sich die Suche auf eine bestimmte Domain eingrenzen. Praktisch vor allem dann, wenn eine Homepage keine eigene Suchfunktion hat. Beispiel: Desoxribonukleinsäure site:wikipedia.org
- link: – Gibt alle Seiten aus, die auf eine bestimmte Seite verlinken. Beispiel: link:wikipedia.org .Diese Ausgabe kann z.B. wichtig sein, um den Page Rank zu optimieren oder verwandte Seiten zu finden.
- intitle: – Sucht nach Dokumenten, bei welchen der oder die Suchbegriffe nur im Titel der Datei vorkommen. Beispiel: intitle:"Bearbeiten von Google"
- inurl: – gibt Seiten zurück, bei denen der Suchbegriff in der URL auftaucht. Beispiel: "Karl Müller" inurl:impressum
- daterange: – schränkt die Suche auf das Datum ein, in dem die Seite von Google indiziert wurde. Als Zeitangaben müssen Zahlen bezogen auf das Julianische Datum eingegeben werden. Errechnet werden diese Zahlen aus der Anzahl der Tage die seit dem 1.Januar 4713 v.Chr. vergangen sind. Beispiel: 30.06.2003-30.06.2004 = daterange:2452820-2453186 (Onlinehilfe (http://www.myvasco.com/daterange.htm)). Vorteil für Computer, sie brauchen sich nicht um Formate oder Namen von Tag, Woche oder Jahr zu kümmern.
- cache: – gibt nur die von Google gespeicherten Seiten aus. Ist vor allem praktisch, wenn bei Portalen die Inhalte oft wechseln. Der Link, den man bei Google findet, führt aktuell oftmals auf eine Seite, deren Inhalte sich inzwischen geändert haben oder gar gelöscht wurden. Die Inhalte sind aber über einen bestimmten Zeitraum noch bei Google gespeichert und können dort gelesen werden.
- inanchor: - Sucht nach den Begriffen nur in Links. Oftmals führt ein Link mit einer bestimmten Bezeichnung präziser zu einem Ziel, als wenn die Bezeichnung irgendwo im Text vorkommt.
"Das Suchen per Google ist so einfach und beliebt, dass das Verb googeln oder googlen bereits für die allgemeine Websuche (zunächst nur im Usenet) oder gar überhaupt für die Suche nach Information verwendet wird. Schüler geben an, dass sie lieber und schneller googeln als bibliografieren oder in einer Enzyklopädie oder einem Lexikon nachschlagen. Seit 2004 ist googeln im Duden aufgenommen." (de.wikipedia.org)
Natürlich ist ein Google-Suchergebnis sortiert nach einer selber definierten Relevanz von META-Tags. Das bedeutet auch, dass immer nur der Mainstream der Information sichtbar ist. Ein nettes Projekt mit dem Namen BananaSLUG kämpf dagegen an:
"BananaSlug was designed to promote serendipitous surfing: finding the unexpected in the 3,083,324,652 web pages indexed by Google. Directed Google searches return pages most relevant to your search term, based on the pages' popularity on the Web. You may never see some of the pages way down the list that are relevant or interesting, but off the beaten path. So we give you a little boost. We "seed" your search with another word, chosen at random, and this accidental encounter results in pages you may have overlooked. What, if anything, do all the results have in common? You tell me! We show the seed word at the end of the page, along with the number of results, and how many seed words we needed to try before we got results (it doesn't always happen the first time!)." (BananaSLUG)
Falls übrigens das eine oder andere Suchergebnis von Google unerwünschte Resultate bringt, gibt es die Möglichkeit sich auszutragen. Das gilt auch für alte Seiten in Google's Cache oder Bildersuche. Manche Leute werden gar nicht erst eingetragen oder blockiert. Aber das ist eine andere Geschichte...
Posted by parasew at 11:50 PM | Comments (0)
January 07, 2005
China ist für den meisten SPAM verantwortlich
Nach dem Stand von Mai 2004 kommen 71% aller SPAMs aus China:"We all know that majority of consumer electronics and other goods sold in US stores is produced in China. But China specialty extends beyond consumer electronics, clothes and automotive components. According to Commtouch Software research 71% of all spam servers are located in this People Republic." (slashdot.org)
Das bedeutet allerdings weniger, dass Chinesen böse sind, sondern zeigt eher die Dynamik von Spam-Unternehmen, die immer eine Nische finden werden. (zur Erinnerung: Spammen macht reich). Ein Netz-Überblick und einige Ansätze, Spammern das leben schwer zu machen.
"Asia Times has a nice article about why China is becoming the spam capital of the world.[..]" (slashdot.org)
Allerdings stellt sich die berechtigte Frage, ob China nicht genau _das_ erreichen will?
"has anyone thought that the Chinese govornment might be trying to spam their way into isolation? Allow spam senders to accumulate until the entire country gets cut off from most of the world because people are blocking it, everybody wins ;(" (Anonymous Coward, slashdot.org)
"U.S. Sends Most Spam, China Hosts Most Spammer Sites[..]About 74 percent of such spam-embedded URLs are hosted in China, with South Korea and the U.S. lagging far behind at 11 and 9 percent, respectively.[..]Drugs remained the top product pitched by mass mailers, and the erectile dysfunction drug Viagra accounted for about one in six spams overall. Some categories actually declined, including porn and online gambling messages, which fell to just 3.1 and 0.45 percent of all junk mail, said Commtouch. " (securitypipeline.com)
Sophos hingegen ist der Meinung, dass 48% der gesamten SPAMs aus den Staaten kommen, und zwar von sogenannten Zombie Computers, die von Spyware und Trojanischen Pferden befallen sind:
"Meanwhile, North America, particularly the United States, continued to contribute the most to worldwide spam, with nearly 48% of all spam being sent from North American computers during 2004." (sophos.com)
Allerdings stellt sich ja auch hier die Frage: wie misst man sowas? von den USA aus gemessen sind sie selber natürlich die grössten Spammer. Achtung: hier soll nicht den USA die Nummer 1 im Spamming streitig gemacht werden, sondern auch die Methoden von verschiedenen Untersuchungen und Statistiken kritisch beleuchtet werden. Wie wir wissen ist es sehr einfach mit Statistik zu lügen und Sophos hat sein Business zu verteidigen.
Also hier einige Tips, wie sich parasew vor SPAM schützt
- keine Mainstream-Software verwenden. Für alle Microsoft-Produkte gibt es freie Lösungen, die oft besser funktionieren, sicherer sind und nichts kosten (siehe zB. Mozilla oder OpenOffice)
- die email-Adresse nirgendwo eintragen, für Forum-Registrierungen "disposable email adresses" verwenden
- an keinen Gewinnspielen teilnehmen (achtung, Adressenhändler)
- nie! auf SPAM-Mails antworten
- gute Spamfilter verwenden
- wenn möglich kein Windows verwenden
- falls doch Windows: absichern mit SpyBot und XPY
- Spam-Reporting auf SpamCop
Aaron von lo-res.org hat mir eine nette Möglichkeit gezeigt, unter BSD Hosts aus China dynamisch per Firewall zu filtern:
for net in `cat cn.list.txt `; do echo ipfw 10000 add deny ip
from $net to me; doneNatürlich wird damit auch den Chinesen die Möglichkeit genommen, Services von dem blockenden Rechner in ihrem Land zu konsumieren (soweit sie nicht sowieso schon die Netz- und Google-Zensur umgehen und spezielle Surf-Tools verwenden).
Die Liste der IP-Adressen aus China (CN) via whois/ARPNIC herausgefunden werden - oder als Textfile ein Mirror von parasew.
Might suit for a home network, but I can't think of a multinational company that would block one of the largest population masses in the world. (glesga_kiss, slashdot.org)
Stimmt leider ... und selbst wenn gesamt China geblockt wird, dann gehts einfach weiter im Uhrzeigersinn: "Prepare a server outside China to work as a backup mail server in case all Chinese IP addresses are blocked by an anti-spam organization" (bjreview.com)
Aber zur Zeit funktioniert es, und zwar nicht nur für email-Spam, sondern auch für Wikispam, Comment-Spam, etc.
Posted by parasew at 07:29 PM | Comments (0)
January 06, 2005
Flutkatastrophen-Tsunami-Soundtracks
Das globale Rennen für den Tsunami Soundtrack zum '2004 Indian Ocean earthquake hat begonnen:
"[..]Jetzt versuchen allerdings zahlreiche TV- und zunehmend auch Radiosender, ihren eigenen Flut-Song zu finden. Die RTL-Gruppe zeigt unter anderem auf n-tv einen Trailer, der zu Spenden aufruft. Unterlegt ist dieser mit “Liberatio”, einem Song, der auf der “Krypteria“-Doppel-CD zu finden ist. Das Werk, das in die Mystik-Ecke einzuordnen ist, enthält pikanterweise neben “Liberatio” auch Titel wie “Die Erde bebt”, “Renn und Dein Leben” oder “Im Angesicht des Todes.” Part II von “Liberatio” trägt gar den Untertitel “Der Weg ins Licht.” Ob das nun besser geeignet ist, als die “Perfekte Welle“, muss jeder für sich entscheiden." (medienrauschen.de)
Gleichzeitig werden allerdings Songs, die zu viel Tsunami-Vokabular verwenden, aus dem Radioprogramm gestrichen:
"Angesichts der Flutkatastrophe in Asien mit zigtausend Toten haben viele deutsche Radiosender den Hit "Die perfekte Welle" der Popgruppe Juli aus dem Programm genommen. Auch "Die Flut" von Witt/Heppner und "Land unter" von Herbert Grönemeyer werden vorerst nicht mehr gespielt." (derspiegel.de)
'Ein Tag am Meer' von den Fantastischen 4 ist übrigens auch betroffen...
"Der private Rundfunk-Sender Radio SAW in Magdeburg schloss sich an, «obwohl es im Liedtext eigentlich um Emotionen und nicht um Wasser geht», wie Musikredakteurin Conny Eisert auf Anfrage sagte. «Wir gehen gerade bei deutschen Liedern mit den Texten sehr sensibel um», fügte sie hinzu. Deshalb werde auch der Folgetitel «Die geile Zeit» derzeit nicht gespielt. «So etwas kann man nach Nachrichten über die Katastrophe in Asien einfach nicht auflegen, das wäre geschmacklos», meinte die Musikredakteurin." (de.news.yahoo.com)

So ganz Emotionslos ist die Flutkatastrophe für die meisten Leute ja auch nicht. Und warum wird immer nur bei Naturkatastrophen so "richtig" solidarisiert? Während des Irak-Krieges lief auch zB. Laibach - In The Army Now oder Atari Teenage Riot - The Future Of War. Diese Tracks kann man eigentlich permanent aus dem Radioprogramm streichen, weil Krieg gibts ja immer irgendwo. Und was hat überhaupt "New Wave noch im Radio zu suchen? Das sollte auch nicht gespielt werden, zu kritisch, könnte man missverstehen. Warum gibt es noch keine verschlagworteten Musikdatenbanken bei den Radiosendern, die gekoppelt mit News-Netzwerken immer Autozensieren um eventuellen Geschmacklosigkeiten vorzubeugen? Und wer bestimmt eigentlich wann die geblockten Hits dann wieder laufen?
Shockwave.com sollte vorsichtshalber auch geblockt werden, bis die Tsunami-katastrophe medial kein Thema mehr ist. Und eBay.com ...
[..]das ist der perfekte Tag,[..]denk am besten gar nicht nach. (Juli, Die perfekte Welle)
* Die Perfekte Welle auf viva als Real Media Stream
Posted by parasew at 05:28 PM | Comments (0)
