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February 25, 2005
Von wegen Bildungsauftrag: ORF-TV ist unter jeder Sau
1. Warum zahlen wir überhaupt GIS für diese mieserable Programmgestaltung?
2. Was wurde aus dem Bildungsauftrag?
Der Wahnsinn ist eigentlich, dass mit der Öffnung der TV-Frequenzen ATV+ zB. mehr Bildungsauftrag erfüllt, als der ORF. Als bestes Beispiel das Programm der Sender vom 25.2.2005:
ORF 1:
20:15 ... Die Millionenshow
21:10 ... Song05
ORF 2:
20:15 ... Siska
21:20 ... WEISSBLAUE WINTERGESCHICHTEN
ATV+
20:15 ... Ali
23:15 ... When we were kings - Muhammad Ali im Kampf des Jahrhunderts
ATV schafft zumindest die Kurve zu kratzen und amerikanische Geschichte und Allgemeinbildung zu vermitteln . Was man von der Millionenshow vielleicht auf einem mikro-level auch behaupten könnte, aber meiner Meinung nach nicht wirklich zutrifft. Themenabende wie "Ali" sind überhaupt eine gute Idee, auch wenns eigentlich um Sport geht (zugegeben: damals konnte man mit Sport noch was verändern).
Die ganze Misere kommt noch aus den Zeiten des Rundfunk-Monopols, was nicht nur die enorme Verbreitung erklärt, sondern auch der Grund ist, warum sich die Programmgestaltung alles erlauben kann. Warum ein öffentlich-rechtlicher Sender überhaupt Quote haben muss, verstehe ich auch nicht. Eigentlich müsste der Sender komplett ohne Werbung auskommen. Das einzig positive ist, dass es noch keine Werbeunterbrechungen bei Filmen gibt. Und das wars auch schon von den positiven Seiten. Dass zB. am 20.2.2005 den ganzen Tag über fast nur Sport lief, kann ich einfach nicht verzeihen. Wieso gibts den ORF-Sport Kanal nicht terrestrisch? Wen wunderts dann, wenn immer weniger junge Menschen fernsehen? Kein Wunder, immerhin steht nicht jeder auf Nationalismus und Volksverblödung durch Sport. Äh, Hoppla, die ORF Quote sagt ja was anderes. Und schon wieder nicht Teil der Zielgruppe, so ein Pech aber auch.
