August 30, 2005

Lego Caseconning

lego-case-hack.jpg

Casemodding rockt manchmal schon sehr, aber schon mal was von Caseconning gehört? Laut der deutschen Wikipedia ist das Einbauen eines Rechners in ein selber gebasteltes Gehäuse nicht Modding, sondern Conning. Der wohl beste "Casecon", der mir seit langem über den Weg gelaufen ist: Das Lego case. Jetzt wissen wir zumindest, was wir mit den alten Lego-Teilen machen können, die schon seit Jahren im Keller verstauben. Alternative: die Welt in Lego nachbauen. Damit man sich einfacher auf Google Earth zurechtfindet.

Posted by parasew at 05:25 PM

February 19, 2005

"W4r3z" und "H4x" sind böse, l33t und der Prince of Funk

...realized th@ after a certain point, real language decomposes into encryption code; Japanese. "Vor allem in IRC Chats ist der so genannte 'leetspeek' populär. Leet, in der englischen Sprache ein umgangssprachlicher Ausdruck für "elite" ist ein typischer Online-Slang, bei dem häufig Buchstaben durch Zahlen oder andere Symbole am Keyboard ersetzt werden[..] Microsoft klärt nun in der 'Fibel des Online-Slangs' über diese Online-Sprache auf, damit vor allem Eltern verstehen, was ihre Sprösslinge im Cyberspace treiben." (derstandard.at)
Zu viele unterschiedliche Spekulationen und Positionen. l33t neben Prince-Emulator und Tippfehler existiert warscheinlich schon seit Zeiten der Schreibmaschine. Das Ganze ist bei weitem nicht neu und schon gar nicht populär. Aber das weiss man nie so genau, wenn man schon wieder nicht Zielgruppe ist. Ibich bibin sibicheber, dabass deber Stabanabard ubund vobor aballebem mibicrobosoboft ibimmeber wibichtibigebe nabachribichteben pubublibizibiebereben. Ubund dibiebeseber Tebext ibist tobotabal schebeibissebe zubu ibindibizibiebereben fübür ebeubuch Gobooboglebe-Bobots...

"Results 1 - 10 of about 22,000 for v1agra." (Quelle: Google)
Endlich klärt uns Microsoft mal auf, was unsere Kinder so treiben, wurde ja auch schon Zeit. l33t und diese Art zu Schreiben hat mittlerweile eine andere Bedeutung: und zwar bei SPAM. Ziel ist hier, die SPAMfilter zu umgehen. Und das funktioniert auch: v14gra haben wir alle ja schon mal per email angeboten bekommen...

Dass l33t aber eigentlich von ID-Software's Klassiker "Doom" kommen soll, will zumindest h2g2 (guide to life, the universe and everything) von BBC wissen:
"As the Internet was coming into its own, during the early 1980s, hackers that didn't want their websites, newsgroups, etc, to be picked up in a simple keyword search began using numbers to replace certain letters (mostly vowels) such as A = 4 or E = 3. [..] At this point, l33t speak was only known to a select few and only used when necessary. However, in 1994, id Software began to add Internet connectivity to Doom and Doom II, leading to a revolution in PC gaming and also to the rise of l33t speak." (bbc.co.uk)

Das stimmt so warscheinlich nicht. IRC oder dergleichen ist wohl eher das Medium des leetspeak. Da ist wikipedia zumindest schon etwas genauer:

"The term Leet comes from the word elite. Leet can be either pronounced as 'Leet' (monosyllabic, rhymes with 'meat', SAMPA /li:t/) or by pronouncing the L separate from the rest of the word ('el eat' (elite), SAMPA /Eli:t/). Leetspeak is a form of written slang or street talk for the information highway. [..] One probable explanation of its origin is from bulletin board systems (BBSs) in the 1980s and early 1990s. It started with people trying to talk about illegal or otherwise questionable activities, such as software piracy[..]" (en.wikipedia.org)

Besonders toll ist auch die Liste von Wörtern mit Definitionen (siehe 'Internet Slang' auf Wikipedia) und auch die Tatsache, dass Typos in die Sprache integriert wurden ("Frequently, common typing errors are also absorbed into leet").

Warscheinlich wird nie die genaue Herkunft von l33t geklärt werden. Für mich stellt sich das ganze eher mehr wie eine Mischung aus Tippfaulheit und dem Versuch, schneller zu kommunizieren dar. Effizienzsteigerungs- bzw. early Multitasking-versuche wegen erhöhtem Koffeinspiegels könnten der eigentliche Vater von l33t sein (achtung cliché). Aus einer ähnlichen Motivation ist ja zB. auch das DVORAK Tastaturlayout entstanden. Könnte man eigentlich auch eine l33t-Version davon umsetzen: Windows- und Linux Tasten am Keyboard sind Standards, eine l33t Tastatur gibt es allerdings noch nicht.
Warum gibt es eigentlich noch kein ASPELL Dictionary für l33t?

Und mein favorisierter 5lang ist immer noch der von Prince alias "Symbol"
"Todd is compressing code this week and as a sideline invented what he calls a 'Prince Emulator'--a program th@ converts whatever you type into a title of a song by Minnesotan Funkmeister, Prince. I sampled it using part of todays diary." (Page 18, "Microserfs", Douglas Coupland)

microserfs scan

Posted by parasew at 11:23 PM | Comments (0)

February 05, 2005

First Look: Apple’s new PowerBook G5

make love not spam
Gerade noch bringt Apple neue PowerBook G4 Modelle auf den Markt, da brodelt auch schon die Gerüchteküche um erste Bilder um die kommenden G5 Modelle:
"I was recently among a select group of technology journalists invited by Apple Computer to test-drive a prototype of the much-anticipated PowerBook G5. In a word, it’s gorgeous." (divisiontwo.com)
Dicke Dinger, die neuen G5 Prototypen. Nicht ausgeschlossen, dass alles hier nur ein Fake ist, weil: das Apple G6 PowerBook steht ja auch schon in den Startlöchern... ;)

Das PowerBook G5 ist seit jeher ein Mythos, der anscheinend nie Realität wird. Macrumors meinte noch im Dezember 2003, das begehrte 64-Bit Portable käme in der zweiten Hälfte 2004 auf den Markt. War wohl nix. Stattdessen warten die armen Mac-User noch immer, und werden dann mit seltsamen Bildern von dicken Notebooks gequält. Immerhin ist das 12" iBook das billigste Notebook in Bezug auf Ausstattung und Preis-Leistungsbereich (ausserdem Top-Service und Versicherungsschutz). Laut Apple soll das Wunderkind im 2.Quartal 2005 fertich sein.
Einiges tut sich gerade in den Medien, Apple punktet immer mehr mit neuen Produkten wie Mac Mini oder iPod Shuffle, aber auf der PowerBook-Front gibts noch immer nichts wirklich weltbewegendes. Dabei warten doch alle schon wie gespannt auf das erste 64bit Notebook. "The Register" bringt obskure Berichte über versteckte Hinweise im HTML-Source der Apple Seite:
"Is the PowerBook G5 near at hand? A tentative clue from Apple's own website suggests that it might be. One eagle-eyed Register reader noted the following section of HTML code tucked away in Apple's main PowerBook page:

<--BEGIN AVENUE A-->
<IMG HEIGHT="1" WIDTH="1"
SRC="http://switch.atdmt.com/action/apple_g5_powerbook">
<!--END AVENUE A-->
</em>

Mittlerweile übrigens schon wieder gegen "g4" ausgetauscht.
Das ist gemein, über sowas macht man keine Witze.

Read More
* Slashdot: Apple Website Points to PowerBook G5

Posted by parasew at 09:45 PM | Comments (0)

February 04, 2005

Make Love Not Spam! Distributed SPAMvertised-Website Visiting

make love not spam dswv.dynalias.org hat ein Projekt ins Leben gerufen, um Spam-Webseiten durch permanenten ReLoad mit Webhosting-Kosten und langsamen Ladezeiten zu schaden. Jetzt könnt ihr euch endlich Rächen und dort zurückschlagen, wo es weh tut! "Diese Seite ist aus der Idee entstanden, SPAM-Versendern möglichst viel Traffic auf den beworbenen Webseiten zu stehlen, ohne dass ein Verkauf stattfindet. Somit erhöhen sich die Kosten für das Webhosting der SPAM-Versender.[..]" (dswv.dynalias.org)

"[..]Die Idee ist nicht neu und wurde zuletzt von Lycos mit dem Project make LOVE not SPAM umgesetzt. Diese Seite lädt permanent Bilder von Webseiten, die durch SPAM beworben wurden. Die einzelenen Bilder werden täglich gegen neue ausgetauscht.
Ihr könnt die Seite den ganzen Tag laden lassen. Gebt die URL an Freunde weiter. Je mehr Leute diese Seite täglich für einige Zeit offen lasssen, desto größer wird der Erfolg sein."
(dswv.dynalias.org)

Ob das ganze funktioniert, steht in den Sternen, weil einerseits erzeugt es auch einiges an Traffic für die Benutzer, andererseits verdienen Spammer so unglaublich viel Kohle, dass sowas nur ins Gewicht fällt, wenn alle mitmachen. Viele Spammer verschicken wohl auch nur emails und haben keine dazugehörige Seite im Netz...

Die Initiative von Lycos wurde wohl bereits wegen gleichnamiger Fake-Softwre ad-absurdum geführt, die Seite dazu gibt es noch, die Aktion wurde allerdings eingestellt:

"It has been reported in the media that fake software is being circulated on the Internet under the "makelovenotspam" name, which is actually not a screensaver but a computer virus. Please note that the "makelovenotspam" initiative has been discontinued. There is no point in trying to obtain a copy of the screensaver, as it will not function anymore. Moreover, you may be offered a computer virus which has nothing to do with the original campaign, and may actually be harmful to your computer and the data stored on it. You are therefore advised not to download or install any software purporting to be the "makelovenotspam" screensaver, and to remove any copy you may have on your PC.(makelovenotspam.com)

The idea is that loads of people download this attractive screensaver that places a couple of requests on spam sites every few minutes. Nothing more heavy than a normal browser view. However, if enough people download it (there's around 10k already running), this ends up being a massive drain on the target sites. The question is .. is it strictly legal/ethical for a legitimate corporation (Lycos) to spearhead this sort of effort? (u-g-h.com)

Die Liste der Spam-Hosts lag der SpamCop Liste zugrunde, ein freies Spam-Reporting-System, welches abuse an die entsprechenden Stellen meldet.

"Nach Ansicht von Joerg Heidrich, Justiziar des Heise Zeitschriften Verlags, ist auch der Aufruf zur Selbstjustiz von Lycos zumindest fragwürdig. Ein vorsätzlicher DoS-Angriff mit dem Ziel, die betroffenen Server lahm zu legen, stelle nach der herrschenden Ansicht unter Juristen nach deutschem Recht sowohl eine Datenveränderung nach Paragraf 303a als auch eine Computersabotage nach Paragraf 303b des Strafgesetzbuchs (StGB) dar. Ob dies allerdings auch gilt, wenn die attackierten Server wie im Falle des Lycos-Projekts nicht ausgeschaltet, sondern nur behindert werden, bezweifelt Heidrich.(heise)

Reminds me of the virtual sit-in...

* Distributed SPAMvertised-Website Visiting
* Lycos MakeLoveNotSpam
* Don't get mad with spammers. Get even (The Guardian)
* Lycos Europe denies attack on zombie army (news.com.com)
* Chongq and the Spam Vampires (oreillynet.com)

Posted by parasew at 01:34 PM | Comments (0)

January 23, 2005

OSX auf Windows und Linux: Run Mac OS X on a PC

osx on windows/ intel Eine native Variante wird es wohl nie geben, OSX auf einer Intel oder AMD CPU laufen zu lassen, aber immerhin die Möglichkeit für Windows- User mittels PearPC und einem Mac-Emulator in den Genuss von Aqua zu gelangen. Oreilly's Windows Dev Center hat einen Artikel wie's funktioniert. Für Unix/ Linux gibt es mit SoftPear einen User Mode Mac OS Emulator.
In der langen Geschichte der Mac OSX Fakes und Look-A-Likes auf der Windows Plattform finden sich aber auch einige Schätze und wirklich gute Software, die Apple's Tools und Interfaces "zitieren". Bester Beweis ist das Tool "Calendar", ein iCal-Clone für Windows. Über Sinn und Unsinn der Aqua-Copy-Mania und einige nette Netz-Ressourcen zu dem Thema.



PearPC hört sich sehr vielversprechend an, scheint nur in der aktuellen Version nicht gerade Schnell zu sein, was aber Emulatoren generell so an sich haben.
osx on windows/ intel
PearPC

* License: GPL
* Supported host platforms: POSIX-X11 (Linux, ...), Win32

The following operating systems were tested and run (to some extent) in PearPC (ie. as clients):

* Mandrake Linux 9.1 for PPC installer: Runs well
* Mandrake Linux 9.1 for PPC after installation: Hard to boot. Runs very well afterwards.
* Darwin for PPC: Runs well
* Mac OS X 10.3: Runs well with some caveats
* OpenBSD for PPC: Crashes while booting (accesses PCI in an unsupported way)
* NetBSD for PPC: Crashes while booting
* AIX for PPC: Some people ask about that. See FAQ.

Windows in OSX Look-And-Feel umzugestalten scheint sich mittlerweile schon zu einem Sport entwickelt zu haben. Irgendwie suckt das ganze, Kopien sind und bleiben eben immer nur Kopien. Trotzalledem hier einige mehr oder weniger interessante Mods, Styles und Möglichkeiten etwas Mac-Flava auch in der Windows-Welt zu schnüffeln:

(1) Engadget
hat einen Haufen an Möglichkeiten aufgelistet, unter anderem StyleXP, WindowBlinds und vieles mehr.

(2) AquaXP
Die definitiv beste Seite für OSX-Aqua Weirdos ist AquaXP, wo sich neben Multi-Plattform-Lösungen und Ansätzen zum Windows Modding auch einige nützliche Desktop-Erweiterungen für OSX finden: AveDesk zB. ist ein netter Aqua GUI mod, der neben tonnenweise Spielereien (die sicherlich die Gesamtperformance des Rechners beeinflussen) OSX um einige wirklich neue und brauchbare Features erweitert.

Apple findet übrigens die OSX-Mania gar nicht so lustig, wie man glauben möchte:
The Mac maker has asked Web site ThemeXP to stop offering for download two "desktop themes" that let computer owners customize the look of Windows XP so that it resembles the Mac OS X. Desktop themes are small programs that allow people to personalize their wallpaper, icons, windows and so on to reflect their particular passion--be it a certain pop star, the entire Milky Way or an operating system. (news.com.com)

Einige Leute können nicht genug von ihrem Aqua bekommen und gehen soweit, ihre PDAs zu Modden, wie zB. den Sony Ericsson P800. Jeder wie er will. Ich persönlich finde GNOME teilweise sogar besser als das OSX-Aqua, obwohl das Apple-OS zum besten Unix-Desktop gewählt wurde...

Posted by parasew at 04:52 PM | Comments (0)

January 11, 2005

Mac OSX Backup und Re-Install Tricks

Manchmal nutzt alles nichts mehr und der Mac muss neu installiert werden. Eigentlich gar nicht so eine grosse Sache, wenn da nicht das Problem mit den ganzen Einstellungen und versteckten Daten wäre. Und die Sticky Notes einzeln exportieren ist stressig wie nur was. Lassen sie mich durch, ich bin Doktor: eine Auflistung aller notwendigen Dinge die es wert sind gesichert zu werden, einige Tricks wie es schneller geht und ein Apple Backup Hack.

[UPDATE] seit MacOSX 10.4 (Tiger) gibt es ein Tool, was die meisten untengenannten Tasks übernimmt: OSX Migration Assistant. Zwar kann damit kein Backup gemacht, sondern nur die Einstellungen und Daten von einer älteren Version übernommen werden, in den meisten Fällen ist das aber genau das erw%uuml;nschte Ergebnis. Für alle anderen: welcome to the OSX Backup Checklist!

Die angeführte Liste ist für Benutzer, die gerne wissen was mit ihrem System passiert. Für alle anderen: drijf.net hat es geschafft, Apple Backup (welches ursprünglich nur für .mac Benutzer funktioniert) zu knacken, sodass es auch Backups auf CD/DVD zulässt. Damit kann man sich schon viel Zeit ersparen, muss sich allerdings ein bischen mit BSD bzw. Linux und dem Apache Webserver auskennen. Selbst wenn das nicht der Fall ist, hier die Liste der Standard-Files, die jeder OSX Benutzer sichern will:


Stickies
Die schnellse Variante ist im Menü "File/Print all Notes" . Einfach die Notes als PDF Drucken. Weil erfahrungsgemäss braucht man nur den Textinhalt, allerdings nicht die Notes selber (zumindest ich). Falls man doch die einzelnen virtuellen Sticker braucht, sollte man das Stickies-Datenbankfile sichern: diese Datei ist in "/Users/<Username>/Library/StickiesDatabase". In älteren OSX-Versionen kann diese Datei versteckt sein, in diesem Fall heisst sie "/Users/<Username>/Library/.StickiesDatabase" (mit einem Punkt am Anfang des Dateinamens). Mit der Shell (dem Terminal) kann man allerdings mit cp diese Datei kopieren, alles andere ist viel aufwendiger (siehe einige Tricks auf PeachPit).


iCal
Kalender Backups sind nicht sehr schwierig. Unter "/Users/<Username>/Library/Calendar/" finden sich die .ics Files mit allen TODO Listen und Informationen. Diese werden dann einfach in der neuen Installation wieder auf diese Stelle kopiert. Im iCal findet sich auch eine Exportfunktion, die muss man aber für jeden Kalender einzeln aufrufen, was bei vielen Einträgen etwas länger dauert.


Safari Bookmarks, Mozilla Bookmarks
Die Bookmarks von Safari zu sichern ist nicht so einfach wie unter Mozilla Firefox oder der Mozilla Suite, wo mit "Bookmarks/Manage Bookmarks" einfach mit "Tools/Export..." alle Lesezeichen als ein einziges HTML Dokument exportiert, und zu einem späteren Zeitpunkt wieder in dem gleichen Menü unter "Tools/Import..." importiert werden können.
Safari speichert seine Bookmarks im XML Format. Wenn diese wieder in den Safari importiert werden sollen, ist es am einfachsten. Die Bookmarks können einfach per Drag-and-Drop auf den Schreibtisch oder in ein Backup-Verzeichnis gezogen, und später wieder einfach "zurückgeworfen" werden (Achtung: funktioniert unter Umständen erst ab Version 1.2 des Browsers!). Alternativ kann man das File "Bookmarks.plist" in dem Verzeichnis "/Users/<Username>/Library/Safari/" sichern, oder am besten gleich den ganzen Ordner, wenn man die kleinen Icons, die History und auch die Downloads mitsichern will.
Die Tools bmx, Safari Bookmarks Extractor und Safari Bookmarks Exporter machen es möglich, die Lesezeichen auch in anderen Browsern zu lesen oder zB. in den Mozilla Firefox zu importieren (der Teil über "Polymorphic Denomination" gefällt mir bei bmx besonders ;).
Internet Explorer wird hier konsequenterweise ausgelassen, da sogar unter Windows kein Grund besteht, veraltete und fehleranfällige Software einzusetzen. Die IE Bookmarks/Favoriten können in Mozilla/Firefox importiert, und auch wieder in ein HTML File exportiert werden.


Adress Book (Apple oder Mozilla)
Apple Adress Book: Die Daten vom Adressbuch sind in "/Users/<Username>/Library/Application Support/Addressbook/". Die Dateien können einfach gesichert und später wieder an diesen Platz kopiert werden.
Mozilla Mail/ Thunderbird: die Daten befinden sich im "Profiles" Verzeichnis in "/Users/<Username>/Library/Thunderbird/" - allerdings sollte man die Adressbücher als LDIF File exportieren, da es sonst sehr schwierig ist, diese wieder in Thunderbird zu integrieren. MozillaZine hat einen Artikel und ein Howto. Das Profiles-Verzeichnis kann man zur Sicherheit aber auch gleich mitsichern.


Mail, Thunderbird
Apple Mail und Thunderbird Backups kann man auch aus "/Users/<Username>/Library/" kopieren (Unterverzeichnus Mail bzw. Thunderbird), oder von vornherein IMAP Accounts verwenden und sich einen Haufen an Arbeit ersparen (freie IMAP accounts lassen sich nach ein bischen Suche schon finden). Der Vorteil bei IMAP ist, dass die eigentlichen Daten am Server bleiben und sich nur mit der lokalen Mailbox abgleichen.


Skype
Skype speichert leider noch immer keine Daten der Benutzer am Server, was es notwendig macht, das gesamte Verzeichnis "/Users/<Username>/Library/Skype/<Skype Username>" zu sichern und wieder in das neue System einzuspielen.


Weitere Software, die hier nicht gelistet ist findet sich in den meisten Fällen in "/Users/<Username>/Library/" oder in "/Users/<Username>/Library/Application Support". Wenn man zur Sicherheit lieber zu viel als zu wenig kopiert ist das auch nicht schlimm, vor allem bei den aktuellen Preisen von CD- und DVD-Rohlingen.

weitere Ressourcen:
* Backing up your OSX
* A Comparison of Backup Tools for OSX
* Oreilly OSX Hacks
* sezuan.com mac software list

Posted by parasew at 11:09 AM | Comments (0)

January 08, 2005

Finden, was nicht gefunden werden will: mp3 und cracks für alle!

Google's Spinnenarme greifen weit, manchmal etwas zu weit. Teilweise ist es gar nicht notwendig verschiedenste p2p Suchmaschinen oder Filesharing Programme anzuwerfen, wenn das gute manchmal doch so nahe ist. mp3- Files, Cracks oder auch Telefonnummern können mit ihr gefunden werden, mit der Suchmaschine, die mittlerweile ein Monopol auf dem Searchengine- Sektor besitzt, wenn es um den Bekanntheitsgrad geht. Richtig Suchen muss man können. Dann finden sich auch Inhalte, die gar nicht gefunden werden wollen.

Oft wundert man sich über die Suchergebnisse, vor allem von images.google.com, die logischerweise nur sehr vage sein können: Bilder können auch nur sehr schwer automatisch indiziert werden. Die Zuordnung passiert mittels des Textes, der das Bild umgibt, oder auch dem Dateinamen. Daneben kann es auch lustig sein, keine Resultate zu erhalten (wie das relativ bekannte Suchergebnis der französischen Militärerfolge) oder auch unerwartete Antworten zu bekommen. Suchanfragen wie "miserable failure", die auf die Website von G.W. Bush zeigt oder auch diverser anderer Scherze zeigen den Entertainmentfaktor der Suchmaschine.

Neben der bekannten Syntax von Google (ein Überblick findet sich etwas weiter unten) gibt es auch einige undokumentierte Features und Tricks, um bestimmte Inhalte zu finden:
  1. mp3 Suche - mit der Suche nach "Index of /" +mp3 finden sich viele Webserver-File-Listings, wo mp3 Dateien gebunkert wurden. Eine weitere Möglichkeit ist intitle:"index of /" "parent directory" intitle:"mp3" -filetype:htm -filetype:html - happy leeching!
  2. Telefonnummern - mit der Angabe der internationalen Vorwahl des gesuchten Landes und dem Namen der Person kann oft eine Telefonnummer schnell in Google gefunden werden: zB.  Vorname Nachname "+43". Meistens zwar nicht der erste Hit, oft aber schneller als das Telefonbuch zu Rate zu ziehen. (Alternativ kann man auch "0043" und "tel" als zusätzliche Suchbegriffe verwenden)
  3. Sabotage - mit den Standardtexten verschiedenster (Web-)Services kann man viele offene Systeme finden, und so auf fremder leute Drucker ausdrucken intitle:"Home" "Xerox Corporation" "Refresh Status" oder auch private Webcams ansehen: intitle:"my webcamXP server!"inurl:":8080"
Einige der obengenannten Tricks und einige mehr kann man auf searchlores.org oder auch auf der Google Hacking Database nachlesen (danke an purecut, FANA und allen anderen auf CCCB), den (un)besorgten Sysadmins der betroffenen Systeme kann man nur ans Herz legen, sich mal über robots.txt (Blocken von Suchmaschinen-Spiders) und .htpasswd Files (Passwortschutz) gedanken zu machen.

Viele Suchmaschinen bedienen sich offener Systeme und frei zugänglicher FTP-Server. filesearching.com und auch andere gelistete Seiten auf ftpsearchengines.com sind FTP-Suchmaschinen. Google indiziert frei zugängliche FTPs noch nicht, was aber sicher nur eine Frage der Zeit sein dürfte. Oft finden sich auch so schon gesuchte Dateien/ Dokumente, ohne Filesharingprogramme verwendet zu haben.

"Seit einigen Jahren ist Google die bekannteste und am häufigsten genutzte Suchmaschine. Google ist auch für die Suche nach PDF-, Postscript-, Word- und PowerPoint-Dateien geeignet." (de.wikipedia.org)

Das bedeutet aber nicht automatisch, dass man genau das findet, was man auch gesucht hat. Die wenigsten Leute kennen die boolschen Operatoren der GoogleSyntax, wie etwa "AND", "OR", "NOT" und Anführungszeichen:

Hier die GoogleSyntax im Überblick (von der Wikipedia-Seite zu google)

"Das Suchen per Google ist so einfach und beliebt, dass das Verb googeln oder googlen bereits für die allgemeine Websuche (zunächst nur im Usenet) oder gar überhaupt für die Suche nach Information verwendet wird. Schüler geben an, dass sie lieber und schneller googeln als bibliografieren oder in einer Enzyklopädie oder einem Lexikon nachschlagen. Seit 2004 ist googeln im Duden aufgenommen." (de.wikipedia.org)

Natürlich ist ein Google-Suchergebnis sortiert nach einer selber definierten Relevanz von META-Tags. Das bedeutet auch, dass immer nur der Mainstream der Information sichtbar ist. Ein nettes Projekt mit dem Namen BananaSLUG kämpf dagegen an:

"BananaSlug was designed to promote serendipitous surfing: finding the unexpected in the 3,083,324,652 web pages indexed by Google. Directed Google searches return pages most relevant to your search term, based on the pages' popularity on the Web. You may never see some of the pages way down the list that are relevant or interesting, but off the beaten path. So we give you a little boost. We "seed" your search with another word, chosen at random, and this accidental encounter results in pages you may have overlooked. What, if anything, do all the results have in common? You tell me! We show the seed word at the end of the page, along with the number of results, and how many seed words we needed to try before we got results (it doesn't always happen the first time!)." (BananaSLUG)

Falls übrigens das eine oder andere Suchergebnis von Google unerwünschte Resultate bringt, gibt es die Möglichkeit sich auszutragen. Das gilt auch für alte Seiten in Google's Cache oder Bildersuche. Manche Leute werden gar nicht erst eingetragen oder blockiert. Aber das ist eine andere Geschichte...

Posted by parasew at 11:50 PM | Comments (0)

January 07, 2005

China ist für den meisten SPAM verantwortlich

Nach dem Stand von Mai 2004 kommen 71% aller SPAMs aus China:
"We all know that majority of consumer electronics and other goods sold in US stores is produced in China. But China specialty extends beyond consumer electronics, clothes and automotive components. According to Commtouch Software research 71% of all spam servers are located in this People Republic." (slashdot.org)
Das bedeutet allerdings weniger, dass Chinesen böse sind, sondern zeigt eher die Dynamik von Spam-Unternehmen, die immer eine Nische finden werden. (zur Erinnerung: Spammen macht reich). Ein Netz-Überblick und einige Ansätze, Spammern das leben schwer zu machen.


"Asia Times has a nice article about why China is becoming the spam capital of the world.[..]" (slashdot.org)
Allerdings stellt sich die berechtigte Frage, ob China nicht genau _das_ erreichen will?
"has anyone thought that the Chinese govornment might be trying to spam their way into isolation? Allow spam senders to accumulate until the entire country gets cut off from most of the world because people are blocking it, everybody wins ;(" (Anonymous Coward, slashdot.org)

"U.S. Sends Most Spam, China Hosts Most Spammer Sites[..]About 74 percent of such spam-embedded URLs are hosted in China, with South Korea and the U.S. lagging far behind at 11 and 9 percent, respectively.[..]Drugs remained the top product pitched by mass mailers, and the erectile dysfunction drug Viagra accounted for about one in six spams overall. Some categories actually declined, including porn and online gambling messages, which fell to just 3.1 and 0.45 percent of all junk mail, said Commtouch. " (securitypipeline.com)

Sophos hingegen ist der Meinung, dass 48% der gesamten SPAMs aus den Staaten kommen, und zwar von sogenannten Zombie Computers, die von Spyware und Trojanischen Pferden befallen sind:
"Meanwhile, North America, particularly the United States, continued to contribute the most to worldwide spam, with nearly 48% of all spam being sent from North American computers during 2004." (sophos.com)
Allerdings stellt sich ja auch hier die Frage: wie misst man sowas? von den USA aus gemessen sind sie selber natürlich die grössten Spammer. Achtung: hier soll nicht den USA die Nummer 1 im Spamming streitig gemacht werden, sondern auch die Methoden von verschiedenen Untersuchungen und Statistiken kritisch beleuchtet werden. Wie wir wissen ist es sehr einfach mit Statistik zu lügen und Sophos hat sein Business zu verteidigen.

Also hier einige Tips, wie sich parasew vor SPAM schützt
und zuguterletzt noch der Nerd-Abschnitt dieses Artikels:
Aaron von lo-res.org hat mir eine nette Möglichkeit gezeigt, unter BSD Hosts aus China dynamisch per Firewall zu filtern:

for net in `cat cn.list.txt `; do echo ipfw 10000 add deny ip from $net to me; done

Natürlich wird damit auch den Chinesen die Möglichkeit genommen, Services von dem blockenden Rechner in ihrem Land zu konsumieren (soweit sie nicht sowieso schon die Netz- und Google-Zensur umgehen und spezielle Surf-Tools verwenden).
Die Liste der IP-Adressen aus China (CN) via whois/ARPNIC herausgefunden werden - oder als Textfile ein Mirror von parasew.

Might suit for a home network, but I can't think of a multinational company that would block one of the largest population masses in the world. (glesga_kiss, slashdot.org)
Stimmt leider ... und selbst wenn gesamt China geblockt wird, dann gehts einfach weiter im Uhrzeigersinn: "Prepare a server outside China to work as a backup mail server in case all Chinese IP addresses are blocked by an anti-spam organization" (bjreview.com)
Aber zur Zeit funktioniert es, und zwar nicht nur für email-Spam, sondern auch für Wikispam, Comment-Spam, etc.

Posted by parasew at 07:29 PM | Comments (0)

December 27, 2004

SPAM goes Weblog

Und schon wieder geht ein digitales Medium den Bach runter: Weblogs. Comment-Spamming bedroht rechtschaffende Weblogger und macht den Guten das Leben schwer, auch poor parasew. Movabletype gibts genau deswegen in der Version 3.14, seit kurzem. Für alle die es noch immer nicht geschnallt haben: Willkommen im 21.Jahrhundert, wo Spamming Monatsgewinne bis zu 750.000 Dollar abwirft. Was wir brauchen, sind Cyberspace-Superhelden, die im Stil der amerikanischen Comics a la Superman oder Batman den Superschurken das Leben schwer machen. Oder selber die Remailer Software anwerfen und reich werden.
Experience & Enjoy the Digital revolution. The future of online entertainment. (undisclosed sender, eMail-SPAM)

Dabei ist es eigentlich spätestens seit den Disney Comics klar dass es sich mehr auszahlt auf der bösen Seite der Macht zu stehen: Klaas Klever ist das perfekte Beispiel dafür, mit mehr weltlichem Luxus ausgestattet, aber dafür der Buhmann zu sein (nach der Statistik ist Dagobert Duck der reichste, aber das will nicht heissen, dass er es auch am gemütlichsten hat). Die Profiwrestler der WWF und WCW bekommen schliesslich auch mehr Kohle dafür, die "bösen" zu spielen.

Hier ein nettes Profil eines Superschurken:
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Sie von Jeremy Jaynes schon einmal Post bekommen haben. Jaynes war als Spammer aktiv.[..] Um die Welt mit seiner Werbung einzudecken, nutzte er 16 Breitbandverbindungen - das entspricht etwa der Internet-Anbindung einer Firma mit rund 1.000 Mitarbeitern.[..] Spam lohnt sich allein wegen der immensen Masse der versendeten Werbe-Mails, wie sich in dem Verfahren zeigte. Tatsächlich reagieren nur wenige Menschen auf ein Spam-Angebot: Auf 30.000 Mails kam für Jaynes nur eine Antwort.
Für jede Antwort bekam er 40 Dollar (30 Euro) und erzielte somit einen Monatsumsatz von mehr als 400.000 Dollar.
(derstandard.at)

Die SPAM-Wars gehen jetzt richtig los, einem Provider in den Vereinigten Staaten wurde eine Milliarde Dollar zugesprochen:
Ein Bundesrichter im US-Staat Iowa hat einem Internetprovider in einem Verfahren gegen die Versender unerwünschter Werbe-E-Mails mehr als eine Milliarde Dollar (754 Mio. Euro) Entschädigung zugesprochen (derstandard.at).
metrosauUnd schon finden sich weitere Nischen neben eMail, die gefüllt werden wollen: wikiSPAM, CommentSPAM, alles kann SPAM sein. Teilweise finde ich dann einige Aktionen auch wieder lustig, zB. eine Virusmeldung per SMS, die dann schon fast eine Panik ausgelöst hätte:
Ein Handy-Virus mit dem Namen T-Virus hat sich als Marketing-Gag entpuppt: Für die Promotion der neuesten Version des Videospiels Resident Evil hat das Unternehmen CE Europe in Großbritannien einen Scherz-Handyvirus in Umlauf gebracht. (futurezone.orf.at)

Mein Lieblings SMS-Hoax war die Werbeaussendung einer Computerspielefirma in England (?) die für ein neues Kriegsspiel die Adressaten aufgefordert hat, sich bei der nächsten Kaserne zu melden, sie wären eingezogen. (leider keinen URL dazu gefunden)

"Spam spam spam spam. Lovely spam! Wonderful spam! Spam spa-a-a-a-a-am spam spa-a-a-a-a-am spam. Lovely spam! Lovely spam! Lovely spam! Lovely spam! Lovely spam! Spam spam spam spam!" (some Vikings, Monty Python Spam Song)

Gute Nacht, und nicht vergessen das digitale Mantra aufzusagen:

abraham conscionable slippery analyses catsup corny lithic mastic sandwich prostate corruption sensory atropos fishmonger bryant cap septic catchup deja fetal agnostic frustrate loft steam candid barnhard beauteous mangle hank cottonmouth democrat result pius bloomington daffy beatific eighteen fulfill inveterate albatross visceral farmington directory hydrant concomitant bogey illicit boldface third thread winnipesaukee anorthosite estop elastic shafer gerund methacrylate ceq curvilinear debby peacock spruce dadaism alabamian network sell pius agee buried burst hellish avoidance sauce travis strove homework protein reprieve revolve tomlinson beginning david earthworm story waylaid lockian sargent wholly
mulligan aboriginal shakeable musician oil duane indium variable krishna asynchrony leaden bernard bonus larynges finite honey codeword butterfat luxurious beverly bali johnstown apron denominate quarterback diurnal cuckoo wash arrow rendition cavernous distinguish sell mana sin chloroplast bulk zig convert clarinet covariate fumble anion cavernous shuck amphioxis deere censure adrenaline silty bullyboy dupe wherein altruist islamic semi sunfish apologia cacao mummy alkali data astronaut tenure guru choke crunch hetty nestle neumann
(undisclosed sender, SPAM-Keywords)

weitere interessante Artikel:
* SPAM, a biography
* wired
* derstandard.at SPAM sektion

Posted by parasew at 11:43 PM | Comments (0)